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Die Konjunkturschwäche der österreichischen Wirtschaft ist ausgeprägter und langanhaltender als ursprünglich prognostiziert. Die Unternehmen setzen wieder Anstrengungen in aktive Verkaufsaktivitäten und sind bereit, den Kunden entsprechend entgegenzukommen.
Und dennoch werden Preiserhöhungen im zweistelligen Bereich kommuniziert! Entgegen jeder Einkäuferlogik entwickeln sich die Einkaufspreise nach oben.
Aktuelle und teilweise nachvollziehbare Argumente wie steigende Rohstoffkosten, höhere Energie- und Transportkosten, Inflation und Lohnkostensteigerungen, erhöhte regulatorische Anforderungen, geringere Verfügbarkeit und gestörte Lieferketten sowie Währungs- und Wechselkursschwankungen sind die Ursache für diese Preiserhöhungen.
Diese Situation stellt für Unternehmen eine essenzielle Bedrohung dar. Daher benötigen Einkäufer:innen wirkungsvolle Strategien, um ihre Betriebe vor übermäßigen Kostensteigerungen zu schützen. Hier einige Überlegungen und wirkungsvolle Ansätze:
1. Verhandlungskompetenz nutzen
- Transparenz einfordern
- Gegenangebote einholen
- Langfristige Verträge verhandeln
2. Lieferantenstrategie optimieren
- Lieferantenportfolio diversifizieren
- Nearshoring und Dual Sourcing prüfen
- Partnerschaften intensivieren
3. Alternative Materialien und Prozesse identifizieren
- Substitutionsmöglichkeiten prüfen
- Effizienzsteigerung in der Produktion
4. Bedarfs- und Mengenmanagement optimieren
- Bündelung von Einkaufsvolumen
- Just-in-Time vs. Sicherheitslager abwägen
5. Technologie und Datenanalyse nutzen
- Preisprognosen und Marktentwicklungen überwachen
- E-Procurement-Plattformen nutzen
6. Nachhaltigkeitsaspekte als Hebel einsetzen
- Nachhaltige Beschaffung als Argument nutzen
- Förderungen und Subventionen nutzen

Wir stehen in Europa vor der Aufgabe, die Beschaffungsstrategien an dynamische Marktbedingungen und technologische Fortschritte anzupassen. Basierend auf aktuellen Entwicklungen und Prognosen lassen sich folgende Empfehlungen aussprechen:
- Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) und Automatisierung
- Fokus auf Nachhaltigkeit und ESG-Kriterien
- Stärkung der Resilienz in der Lieferkette
- Datengetriebene Entscheidungsfindung
- Investition in Talententwicklung
Der Diplomlehrgang für Einkaufsleiterinnen und Einkaufsleiter aktualisiert und vertieft Fachwissen und persönliche Management Skills – und das sehr praxisnah. Damit können Sie die ständig wachsenden Herausforderungen im strategischen Beschaffungsmanagement erfolgreich bewältigen.